Riesige Resonanz auf Bonner Ernährungsstudie

Gesunde Ernährung und gesundes Altern:
Erfolg für junge Forscherin der Rheinland Studie

Ein älteres Ehepaar sitzt im Garten auf dem Rasen. Sie lässt ihn in einen Apfel beißen.
Gesund im Alter: Die Ernährung kann einen wesentlichen Beitrag leisten. Quelle: P Stock - stock.adobe.com

Manchmal wirft man nur einen kleinen Stein ins Wasser und er zieht große Kreise. Mit einer Veröffentlichung im wissenschaftlichen Fachmagazin „Nature Communications“ hat Juliana F. Tavares, Forscherin im Team der Rheinland Studie, in Deutschland und international große Resonanz hervorgerufen. Ihr Thema: Der Zusammenhang zwischen Demenzvorsorge und gesunder Ernährung. Die Erkenntnis, dass gesunde Ernährung zu einem gesunden Altern beiträgt, fand Widerhall in über tausend Medien – von Bild der Wissenschaft über Web.de bis zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

„Unsere Studie deutet daraufhin, dass gesunde Ernährung mit einem langsameren biologischen Altern einhergeht. Durch Verlangsamung des Alterungsprozesses lässt sich das Risiko altersbedingter Erkrankungen wie Demenz oder Herz-Kreislauf-Störungen verringern. Gesunde Ernährung trägt somit zu einem gesunden Altern bei“, sagt Prof. Monique Breteler, Direktorin für Populationsbezogene Gesundheitsforschung am DZNE und Leiterin der Rheinland Studie. Und es gibt nicht die eine richtige Diät: Die Daten zeigen vielmehr, dass es verschiedene Ernährungsstile sind, die mit einem langsameren Altern verbunden sind. Damit lässt gesunde Ernährung sich dem persönlichen Geschmack anpassen, und sie muss auch keine Frage des Budgets sein.

Für ihre Analyse hatte das Forschungsteam zehn als gesund geltende Ernährungsstile unter die Lupe genommen. Zunächst werteten die Forschenden Blutproben und Daten zu den Ernährungsgewohnheiten von rund 6.500 Frauen und Männern aus, die an der Bonner Rheinland Studie teilnehmen. Ergebnisse dieser Untersuchung konnten dann anhand von rund 1.000 Probanden der „EPIC-Potsdam-Studie“ des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) bestätigt werden.

Herzlichen Glückwunsch, Juliana F. Tavares, zu diesem überwältigenden Erfolg. Für das Team der Rheinland Studie ist das Echo, das ihre Veröffentlichung hervorrief, eine große Bestätigung: Viele der Artikel, die ihre Veröffentlichung aufgriffen, lieferten Millionen von Leserinnen und Lesern gleich praktische Tipps für gesunde Ernährung mit. Forschung, die einen Nerv trifft, kann Orientierung geben – und auch auf diesem Wege die Prävention stärken.

Die Rheinland Studie wird diese Forschung weiter intensivieren – auch durch ihre Beteiligung am neuen Sonderforschungsbereich „Food Diverse“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die Erkenntnisse, wie Ernährungsvielfalt zu gesundem Altern beitragen kann, dürften ihrerseits neue Wellen schlagen.

 

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