Es geht weiter!

Die Rheinland Studie startet mit der 2. Untersuchungsrunde

Nach einer coronabedingten Verzögerung ist es im Oktober nun soweit – gemeinsam mit Ihnen startet die Rheinland Studie mit der zweiten Untersuchungsrunde. Beginnend mit den ersten Teilnehmenden aus 2016 werden Sie in zeitlich geordneter Reihenfolge von uns per E-Mail zur nächsten Untersuchung eingeladen. Das wird jedoch nicht die letzte Folgeuntersuchung sein – ab dann werden Sie alle paar Jahre als Teilnehmender von uns zu einer weiteren Untersuchung eingeladen.

Wozu führen wir eigentlich diese Folgeuntersuchungen durch?

Seit 2016 führen wir mit der Rheinland Studie Langzeituntersuchungen mit bis zu 20.000 Bonnerinnen und Bonnern durch, um den Schlüssel für gesundes Altern zu finden. Altersbedingte Erkrankungen, wie z. B. Alzheimer oder Parkinson haben häufig ein heterogenes und komplexes Krankheitsbild, das sich über Jahrzehnte hinweg entwickelt. Um die Entstehung solcher Erkrankungen zu verstehen ist es wichtig, diese komplexen Zusammenhänge sichtbar zu machen. Hierfür wollen wir frühe Veränderungen, die mit einem späteren Krankheitsausbruch zusammenhängen, identifizieren. Basierend darauf können wir dann die Faktoren identifizieren, die mit gesundem Altern einhergehen, und Therapiemaßnahmen entwickeln. Deswegen werden die Teilnehmenden der Rheinland Studie über ihre gesamte Lebensspanne hinweg begleitet. Damit können Veränderungen bereits vor dem Auftreten von ersten Krankheitssymptomen erfasst und verfolgt werden. Studienleiterin Prof. Dr. Dr. Breteler erklärt: „Eine Untersuchung ist aussagekräftig über den aktuellen Gesundheitszustand einer Person. Um aber den zukünftigen Gesundheitszustand vorherzusagen sind mehrere Untersuchungen von großer Relevanz“.

Für den Erfolg der Rheinland Studie ist es wesentlich, dass möglichst alle Teilnehmenden in der zweiten Runde mitmachen. So kann eine solide Datengrundlage geschaffen werden, die es erlaubt, die komplexe Entstehung der Erkrankungen nachzuvollziehen.

Wie sieht die zweite Runde aus?

Je nachdem, wie lange für Sie die erste Untersuchungsrunde zurück liegt, werden Sie von uns kontaktiert – diejenigen die in 2016 teilgenommen haben, werden als erstes wieder eingeladen. Sollten Sie also in den kommenden Monaten noch keine Einladung von uns erhalten, kann das daran liegen, dass Ihre erste Untersuchung noch nicht lange genug in der Vergangenheit liegt. In der zweite Untersuchungsrunde führen wir bis auf geringfügige Änderungen die bereits bekannten Untersuchungen durch. „Dies ist wichtig, damit die Untersuchungen über einen langen Zeitraum hinweg vergleichbar sind und auch kleine Veränderungen bei einzelnen Personen erkennbar werden“, so Prof. Dr. Dr. Breteler. Deshalb ist die Erhebung der Daten in den zukünftigen Untersuchungsrunden, sogenannter Follow-Up-Daten, von sehr großer Relevanz für die Studie. 

Gleichzeitig wurde das Untersuchungsprogramm in den letzten Jahren stetig für Sie optimiert. Aus diesem Grund können nun z. B. die Fragebögen und das medizinische Interview bequem online zu Hause ausgefüllt werden, wodurch sich die gesamte Untersuchungszeit im Zentrum von ursprünglich 7-8 Stunden auf 5,5 Stunden deutlich reduziert. Natürlich sind die Untersuchungen der Rheinland Studie weiterhin auf dem höchsten technischen Stand. So wird beispielsweise die Ganganalyse – eine Untersuchung des Gangbildes von den Teilnehmenden – mit dem Xsens System erweitert. Xsens ist ein Ganzkörper-Sensoren-System mit 17 Sensoren, die am ganzen Körper (angefangen beim Kopf bis hin zum Fuß) angebracht werden (siehe Foto rechts). Anhand des Systems können wir nicht nur das Gangbild erfassen, sondern ein präzises Bild der gesamten Körperhaltung aufzeichnen.

Wir freuen uns Sie in der nächsten Untersuchungsrunde in unseren Zentren zu begrüßen. Mit ihrer Unterstützung können wir gemeinsam zur Gesundheit heutiger und künftiger Generationen beitragen.

Doktorand Xingwang Yang beim Test des Xsens-Systems
Doktorand Xingwang Yang beim Test des Xsens-Systems

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