Mit dem New Investigator Grant der „Bright Focus Foundation“ in Höhe von 450.000 US-Dollar erhält Priv.-Doz. Dr. Dr. Petra Larsen die Möglichkeit, ihre eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Seit September vergangenen Jahres leitet sie den Bereich ophthalmologische Epidemiologie in der Arbeitsgruppe von Prof. Monique Breteler und arbeitet zugleich als Ärztin an der Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn (UKB). Diese Kombination aus Forschung und klinischer Praxis prägt ihre tägliche Arbeit.
Ihr Forschungsprojekt „Mapping the Molecular-Imaging Interface in Age-Related Macular Degeneration: A Multimodal Approach” untersucht die Mechanismen der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), um deren unterschiedliche Erscheinungsformen besser zu verstehen. Die AMD gehört zu den häufigsten Augenerkrankungen im höheren Alter. Diese Erkrankung schädigt die Netzhaut im Bereich des schärfsten Sehens und kann unbehandelt bis zum vollständigen Verlust der Sehfähigkeit führen.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Verknüpfung verschiedener Datenebenen: Bildgebende Verfahren der Netzhaut wie Fundusfotografie und optische Kohärenztomografie (OCT) werden mit genetischen Analysen und molekularen Daten verknüpft. Mithilfe statistischer Methoden sollen Zusammenhänge identifiziert und Krankheitsverläufe präziser vorhergesagt werden. Ziel ist die Entwicklung krankheitsspezifischer Risikoprofile, eine genauere Charakterisierung unterschiedlicher AMD-Verlaufsformen und somit eine verbesserte Prognose der Erkrankung. Langfristig zielt das Projekt darauf ab, die Grundlage für eine präzisere Risikostratifikation und neue, biologisch fundierte Therapieansätze zu schaffen.
Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben startet im Juli. Beteiligt am Projekt sind interne Partner am DZNE sowie am UKB und internationale Kooperationspartner, darunter die Universität Bordeaux und die Universität Mainz.
Weitere Informationen auf der Webseite der „BrightFocus Foundation“.