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Hintergründe

Was ist eine Bevölkerungsstudie?

Was ist eine Bevölkerungsstudie?

Mit der Rheinland Studie koordiniert das DZNE eine der weltweit größten Bevölkerungsstudien im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen. Bevölkerungsstudien helfen die Ursachen von Krankheit und Gesundheit in der Allgemeinbevölkerung aufzuspüren. Gerade viele neurodegenerative und altersbedingte Erkrankungen entwickeln sich über Jahrzehnte auf Grund eines komplexen Zusammenspiels von Erbfaktoren, Lebenswandel und Umwelteinflüssen. Um zu verstehen was gesunde Menschen krank macht oder gesund bzw. widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten erhält, sind Langzeitbeobachtungen notwendig, die auf einer großen Anzahl unterschiedlicher Menschen basieren. Die Ergebnisse der Rheinland Studie sollen zur Gesundheitsförderung beitragen und in die personalisierte Frühdiagnostik und Vorbeugung von Erkrankungen einfließen.

Was ist das Besondere an der Rheinland Studie?

Was ist das Besondere an der Rheinland Studie?

Eine Besonderheit ist die Untersuchung von Menschen ab 30 Jahren, um bereits bis zu Jahrzehnte vor dem Auftreten von Krankheiten Schutz- und Risikofaktoren zu identifizieren und in Präventionsmaßnahmen umzusetzen. Deshalb werden die Teilnehmer über ihren Lebensverlauf alle 3-4 Jahre immer wieder untersucht.

Darüber hinaus ist die Rheinland Studie eine der innovativsten Studien im Hinblick auf den Einsatz neuester Technologien und Methoden. Aufgrund des erheblichen technischen Fortschritts der letzten Jahrzehnte erlauben die bildgebenden Technologien und neuartigen Forschungsansätze eine sehr breite Bestandsaufnahme von gesundheitsrelevanten Parametern und damit eine bisher nicht dagewesene und bis vor zehn Jahren für nicht möglich gehaltene Betrachtung auf Detailebene. Die detailierte und breite Erforschung ist wichtig, um die komplexen Zusammenhänge zu verstehen, die von Person zu Person variieren können. Das hilft uns individualisierte Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.

Schlussendlich möchten wir uns nicht nur darauf konzentrieren, was krank macht sondern auf das was gesund erhält. Manche Personen weisen trotz krankhafter Veränderungen im Gehirn keinerlei Beeinträchtigung ihrer Gehirnfunktionen auf während andere Personen bei der gleichen krankhaften Veränderung Symptome zeigen. Wir möchten wissen, was einige Personen widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten macht und wie wir diese Fähigkeit stärken können.

Wie wird die Studie finanziert?

Wie wird die Studie finanziert?

Die Rheinland Studie wird vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) e.V. koordiniert. Sie wird aus öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und zum Teil aus Landesmitteln grundfinanziert. Außerdem tragen wissenschaftliche Kooperationspartner anderer akademischer Institutionen sowie Gelder aus anderen Quellen (sogenannte Drittmittel) zur Finanzierung der Rheinland Studie bei.

Warum wurde die Region Bonn ausgewählt?

Warum wurde die Region Bonn ausgewählt?

Im Vordergrund steht bei uns die Untersuchung eines Querschnittes aus der Allgemeinbevölkerung. Da das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen seinen Hauptsitz in Bonn hat, haben wir zunächst in der Umgebung gesucht und uns bei der Standortwahl der Untersuchungszentren in erster Linie an demografischen Kriterien orientiert wie z.B. an einer ausreichenden Einwohnerzahl, einer ausgewogenen Altersstruktur und einer hohen Bevölkerungsstabilität. Da fiel die Wahl für die ersten beiden Zentren auf die Bezirke Beuel und Hardtberg.